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Story-Writer
    Nürnberg

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Carmen und Sebastian
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Datum:18.07.24 20:07 IP: gespeichert
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Hallo, liebe Leser! Falls es euch schwerfällt, eure liebgewonnene Latexsklavin, oder neuerdings -verlobte zu vergessen, dann kommt hier etwas für euch:
(Die nachfolgende Geschichte knüpft unmittelbar an die Geschehnisse in 'Latexsklavin Carmen' an.)
Auf zum neuen Zuhause!
Sebastian räusperte sich laut. „Latexverlobte?“, sagte er mit strenger Stimme.
Erschrocken sah ich ihn an. „Ja, mein Verlobter?“ fragte ich unsicher. Ich hatte doch nichts falsch gemacht, warum sprach Sebi plötzlich in diesem ernsten Ton mit mir?
In einen deutlich sanfteren Tonfall meinte er zu mir: „Carmen, ich liebe dich wirklich sehr. Aber du warst mir gerade etwas zu vorlaut. Ich glaube, wir sollten jetzt gleich ein paar Dinge zwischen uns klarstellen. Ich denke, im Normalfall sind wir in unserer Beziehung durchaus zwei einander ebenbürtige Partner. Das ändert sich allerdings vorrübergehend, solange du entweder deine Uniform, oder eventuell später deine Keuschheitsunterwäsche trägst. Dann erwarte ich, dass dein Ton und dein gesamtes Verhalten mir gegenüber eine Spur zurückhaltender und respektvoller sind. Die Anrede ‚mein Verlobter‘ empfinde ich in dem Zusammenhang als angemessen. Sollte ich hingegen in mein Zorro-Kostüm steigen, dann darfst du mit mir umspringen, wie es dir gefällt, unabhängig davon, welche Kleidung du zu diesem Zeitpunkt anhast. – Wärst du mit dieser Regelung einverstanden?“
Irgendwie gefiel mir das. Zum einen die Regel an sich, und zum anderen auch die Art und Weise, wie er mit mir sprach. Ein wohliger Schauer lief mir den Rücken runter. Vermutlich war ich zu sehr Sub, um mir etwas Anderes zu wünschen. „Ja, mein Verlobter, ich akzeptiere diese Regel und verspreche, mich in Zukunft daran zu halten. Ich möchte mich für meine respektlose Aussage von eben bei dir entschuldigen. Gibt es noch weitere Regeln, die ich beachten soll?“
„Ja, eine Regel, eigentlich ist es mehr ein Anliegen, hätte ich noch. Natürlich steht es dir – zumindest aktuell noch – frei, dich selbst in deinen Latexgefängnis einzusperren, wann immer du den Drang dazu verspürst. Aber ich möchte derjenige sein, der entscheidet, wann du den Anzug wieder ausziehst. Das heißt: Wenn ich zu dir sage, dass du ihn ablegen sollst, dann legst du ihn ab; ohne Widerworte. Darüber hinaus darf der sogenannte Notfallknopf an deinem Rucksack ausschließlich in Gefahrensituationen benutzt werden.“
Ich nickte. „Verstanden, mein Verlobter. Du kannst unbesorgt sein. Die Sirene, die ertönt, sobald dieser Knopf gedrückt wird, ist so schrecklich laut, den lasse ich ganz bestimmt in Ruhe, außer es geht gar nicht anders. – Ist es mir gestattet, eine Frage zu stellen?“
„Das war aber bereits schon eine Frage, oder?“, erwiderte Sebi grinsend. „Kleiner Scherz. Du darfst jederzeit mit mir reden oder mich etwas fragen, ohne vorher extra um Erlaubnis zu bitten. Es war mir nur wichtig, festzulegen, wie du mit mir sprichst. Also, zurück zu deiner Frage: Was möchtest du denn wissen?“
„Eigentlich bin ich bis jetzt davon ausgegangen, dass ich dich umarmen und mit dir kuscheln darf, wann immer ich die Lust dazu verspüre. Oder gibt es Zeiten, in denen du das nicht wünschst, mein Verlobter?“
Lächelnd nahm Sebastian mich in den Arm und drückte mich. „Na klar! Du darfst jederzeit mit mir kuscheln. Nur, falls ich gerade mit einer Bohrmaschine, einem Winkelschleifer, einer Kreissäge oder einer Axt arbeite, dann solltest du mich zumindest vorher kurz warnen.“
„In Ordnung, mein Verlobter!“, stimmte ich zu. „Ich hoffe, ich kann mich dann auch beherrschen. – Vielleicht solltest du mich in dem Fall lieber vorher fesseln?“
Sebi fing an zu lachen. „Das ist eine hervorragende Idee. Und ein gutes Stichwort. Ich – oder wir – hätten beinahe etwas vergessen, aus deinem Zimmer mitzunehmen. Eine Sache vermisse ich nämlich noch an dir.“
Angestrengt überlegte ich, was das sein könnte. Mein Verlobungsring steckte an meinem Finger, die Rose, die er mir geschenkt hatte, hatte ich ebenfalls dabei. Meinen Plüschhund meinte er bestimmt nicht. Trotzdem hatte ich den Eindruck, Sebastian erwartete von mir, dass ich wusste, wovon er sprach.
Mein Zukünftiger zeigt auf die Stelle, wo meine Fesselplatte und die Unterarmgehstützen geparkt waren. „Eigentlich kenne ich dich fast ausschließlich mit dieser Platte an den Füßen. Bist du so lieb und schnallst sie dir an?“
Das Fesselbrett konnte ich noch nie wirklich toll leiden, und Sebi war das eigentlich auch hinlänglich bekannt, wenngleich das Tragen dieser Platte die Voraussetzung dafür war, dass sich der Keuschheitsverschluss in meinem Schritt öffnen ließ. Dennoch gehorchte ich. Nicht nur, weil ich diesen wundervollen Tag nicht wegen einer Lappalie kaputt machen wollte, sondern auch, weil Sebi mich so nett darum gebeten hatte. Natürlich war mir klar, dass das von ihm nicht lediglich als Bitte gemeint war. Das lehrte mich, nicht mehr ganz so vorlaut zu sein, während ich in meiner Verlobtenkluft eingesperrt war.
Nachdem ich meine beiden Stiefel mit der Fesselplatte verbunden und meine Krücken in die Hände genommen hatte, drehte ich mich zu Sebastian um. „Mein Verlobter, ich glaube, jetzt bin ich wirklich fertig. Nimmst du bitte die Plattenablage mit? Die brauche ich, falls du mir irgendwann später einmal gestatten willst, das Fesselbrett wieder von meinen Füßen zu entfernen.“
„Selbstverständlich.“ Sebastian ging an mir vorbei, um meiner Bitte nachzukommen. Dabei gab er mir einen Klapps auf den latexüberzogenen Hintern.
Wenig später, auf dem Weg zu seinem Auto, einem Audi Avant, fragte mich Sebi: „Wo möchtest du einsteigen? Beifahrertür oder Kofferraum? Ich meine das durchaus ernst. Wo wäre es bequemer für dich? Neulich, als wir zum Eichenwaldsee gefahren sind, ist mir aufgefallen, dass du Schwierigkeiten hast, entspannt im Auto zu sitzen, wegen des Tornisters auf deinem Rücken. Jetzt im Feierabendverkehr werden wir bestimmt mehr als eine Dreiviertelstunde bis nach Hause brauchen.“
„Oh, danke für den Hinweis, mein Verlobter. Echt lieb von dir, mich zu fragen, wo, oder besser gesagt, wie, ich mitfahren möchte. Ich glaube, im Hogtie gefesselt im Kofferraum wäre in der Tat bequemer für mich. Und gleichzeitig standesgemäßer, findest du nicht auch?“
Sebi lachte schallend. „Na dann, Latexverlobte, klettere bitte da hinten hinein. Ist vielleicht sowieso sicherer, vor allem für die anderen Verkehrsteilnehmer. Ansonsten bestünde nämlich die Gefahr, dass es unterwegs ein Autofahrer rechts neben uns vorzieht, dich anzustarren, anstatt auf den Verkehr vor sich zu achten.“
Bevor wir losfuhren, startete mein Liebster noch Oskars Verwöhnprogramm.
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Das war es für heute. Wie es weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Abschnitt...
Eure Carmen
[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von DarkO am 20.07.24 um 11:08 geändert
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Sklave/KG-Träger
  Europa

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RE: Carmen und Sebastian
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Datum:19.07.24 07:30 IP: gespeichert
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Bin schon neugierig und freue mich auf die Fortsetzung Miederträgerin, Latexliebhaberin, Regenmantelträgerin.
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| andreas |
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Stamm-Gast
 

Beiträge: 272
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RE: Carmen und Sebastian
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Datum:19.07.24 13:13 IP: gespeichert
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Ich freue mich sehr, dass es weitergeht und bin gespannt auf die weiten Abenteuer.
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Sklavenhalter
   Norddeutschland
 Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.
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RE: Carmen und Sebastian
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Datum:19.07.24 14:55 IP: gespeichert
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Schön, dass es eine Fortsetzung gibt. Danke dafür!
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Story-Writer
    Nürnberg

Beiträge: 218
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RE: Carmen und Sebastian
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Datum:08.01.26 20:55 IP: gespeichert
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Liebe Leser,
ich hatte in den letzten Tagen etwas Zeit übrig und habe diese genutzt, um auch die Geschichte hier ein Bisschen weiterzuschreiben. Es sind bereits mehrere Kapitel halbwegs fertig, also wird es wahrscheinlich demnächst wieder öfter Updates geben.
Viel Vergnügen!
DarkO
Mein neues Zuhause
Wie Sebastian vermutet hatte, dauerte die Fahrt fast eine Stunde. Nach unserer Ankunft am Ziel schaltete er zunächst die beiden Zapfen in meinem Schritt und den Reizstrom aus. Dann befreite er mich aus der strengen Fesselung, löste die Riemen, die mich auf dem Boden des Kofferraums fixierten, und half mir beim Aussteigen.
Neugierig blickte ich mich um. Wir standen vor einem Bauernhaus, welches allem Anschein nach vor Kurzem komplett renoviert worden war. Ein paar Meter links von der Eingangstür befand sich eine Doppelgarage, in welcher Sebi seinen Audi geparkt hatte. Rechts von uns sah ich eine alte Scheune. Die Grundstückseinfahrt war gesäumt von hohen Bäumen.
„Wau!“ war mein erster Kommentar. „Hier wohnst du?“
Mein Verlobter umarmte mich. „Aber nein. Hier wohnen wir. Komm, lass uns reingehen, dann zeig ich dir erstmal alles. Oder brauchst du vorher etwas? Essen? Trinken? Strom?“
Schnell überprüfte ich die Statusanzeigen meines Systems. „Nein danke, ich bin versorgt“, erwiderte ich daraufhin. „Muss ich eigentlich jeden Satz mit ‚mein Verlobter‘ beginnen oder beenden, wenn ich mit dir rede, mein Verlobter? Dann hätte ich jetzt bereits mindestens einen Minuspunkt, weil ich das vor lauter Begeisterung gerade versäumt habe.“
Sebi lachte. „Nein, das musst du nicht unbedingt. Alles gut. Mir genügt es, wenn du respektvoll mit mir sprichst, wie es sich für eine brave Sklavin eben gehört.“
„Vielen Dank, das erleichtert mir das Tippen etwas“, meinte ich. „Weil ich diese neue Anrede in meiner Sprachausgabe noch nicht als Standard eingetragen habe. Da sind bis jetzt nur ‚Herrin‘ und ‚Herr‘ gespeichert.“
„Du darfst mich gerne auch Herr nennen. Vielleicht möchtest du später trotzdem mal die neue Anrede abspeichern? Schließlich gefällt es mir, wenn du mich ‚mein Verlobter‘ nennst.“
„Einverstanden. Mach ich doch gern, mein Verlobter. Aber eine Sache irritiert mich ein Bisschen: Als du mich abgeholt hast, hast du mir gesagt, dass du mich eigentlich nicht als deine ‚Sklavin‘ bezeichnen willst. Trotzdem hast du dieses Wort gerade benutzt.“
Lächelnd antwortete mein zukünftiger Gemahl: „Ja, Carmen. Auch wenn ich dich mehr als meine Verlobte und weniger als meine Sklavin betrachte, so entspricht letzteres dennoch deinem Status, solange du diese Uniform trägst.“ Er machte eine entsprechende Kopfbewegung in meine Richtung. „Das heißt, ich erwarte von dir, dass du dich dann auch so verhältst. So etwas wie Minuspunkte gibt es bei mir nicht. Sollte mir dein Verhalten mal nicht gefallen, dann sage ich dir das. Wenn du dann trotzdem damit weitermachst, werde ich dich angemessen bestrafen.“ Er hob mahnend den Zeigefinger. „Falls sich meine Latexsklavin einmal etwas richtig Schlimmes erlauben sollte, erfolgt die Bestrafung natürlich sofort.“
„Oh. Das klingt aber verführerisch, mein Herr“, erwiderte ich provokant, was mir einen Klaps auf den Hintern einbrachte.
Nachdem er die Ablage für meine Stiefelplatte aus dem Auto geholt hatte, ging Sebastian mit mir zur Eingangstür unseres neuen Zuhauses. An der Wand neben der Tür befand sich ein Tastenfeld und darunter eine graue Fläche, an die er nun einen kleinen Plastikchip hielt.
Die Haustür gab ein leises Summen von sich und Sebi machte eine auffordernde Geste. „Bitte, nach dir.“
Ich drückte die Eingangstür mit dem Ellenbogen auf, setzte die beidem Gummipuffer meiner Unterarmgehstützen auf die Fußmatte im Haus und schwang meinen Körper über die Schwelle. Nach einem weiteren Schritt blickte ich mich neugierig um. Vom Eingangsbereich aus führte je eine Treppe nach oben und nach unten. Dann gab es noch drei Türen: eine links, eine rechts und noch eine geradeaus. Alle waren geschlossen.
Über mir erklang ein merkwürdiges Surren und ich schaute nach oben. An der Decke war eine Art Schiene montiert, welche sich zum Inneren des Hauses hin immer weiter verzweigte. Die einzelnen Äste verliefen in alle möglichen Richtungen. Nachdem ich auch im Obergeschoss mehrere dieser Laufleisten erkennen konnte, nahm ich an, dass dieses Schienensystem im ganzen Haus an der Decke angebracht war. Von einem Schlitten an der Schiene direkt über mir schwebte eine Metallplatte mit einer Öse, die wiederum an einem Drahtseil befestigt war, zu mir nach unten.
Sebastian stellte sich neben mich und legte beruhigend eine Hand auf meine Schulter. „Diese Öse werde ich jetzt dauerhaft oben an deinem Helm befestigen. Keine Sorge, im Normalfall kannst du dich damit im ganzen Haus völlig frei bewegen. Die Laufkatze an der Decke wird dir dabei in jeden Raum folgen und das Seil, das dich mit ihr verbindet, verlängert sich automatisch, wenn du dich in einem Raum seitlich von der Führungsschiene fortbewegst. Allerdings ermöglicht es dieses System auch, dich daran zu hindern, bestimmte Räume oder Bereiche im Haus zu betreten oder dich zu zwingen, in ein bestimmtes Zimmer zu gehen und dort zu bleiben. Das heißt, in dem Fall musst du dann der Katze folgen. Wenn du das nicht tust, oder zu langsam bist und somit der Zug an dem Drahtseil zu stark wird, ermutigen dich Stromimpulse dazu, dich etwas zu beeilen. Solltest du das Haus verlassen wollen, ist dafür ab jetzt immer eine Freigabe meinerseits erforderlich.“ Er hob abwehrend die Hände. „Das gilt natürlich alles nur, solange du in diesem Sklavinnenanzug steckst.“
„Verstehe. Das heißt, ich kann in meiner Uniform nicht morgens mal schnell zum Bäcker flitzen und dich zum Frühstück mit frischen Brötchen überraschen? Zu schade“, scherzte ich.
„Ja, leider“, stimmte mein Zukünftiger mir schmunzelnd zu und griff nach der Ösenplatte. „Ich hoffe, dir gefällt die Idee mit dem Schienensystem trotzdem?“
Ein wohliger Schauer lief mir über den Rücken. „Liebster, ich musss zugeben, das macht mich gerade schon ziemlich geil. Bitte, Herr, befestige diese Öse an meinem Helm.“
„Dein Wunsch ist mir Befehl, verehrte Sklavin“, erwiderte Sebi lachend. Dann beug dich doch einmal kurz nach vorne.“
Nachdem ich seiner Aufforderung nachgekommen war, entfernte mein Verlobter eine Schutzfolie von der kleinen Metallplatte. Er presste die Platte einige Sekunden lang fest gegen meinen Helm. Anschließend verkündete er zufrieden: „So, das wäre erledigt. Der Kleber hält angeblich bis zu zweihundertfünfzig Kilo. Ein Entkommen ist demnach so gut wie ausgeschlossen.“
Mein ganzer Körper fing an, vor Erregung zu zittern. „Danke, mein Verlobter. Aber wieso sollte ich entkommen wollen? Dafür liebe ich es viel zu sehr, wenn meine Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Darüber hinaus sagt mir die Laufkatze da oben stets: „Hier ist dein Platz. Hier gehörst du hin. Das gibt mir ein Gefühl von Geborgenheit.“ – Dieses Schienensystem ist wirklich eine tolle Idee.“
Sebastian lächelte. „Finde ich auch. Allerdings muss ich zugeben, dass diese Idee ursprünglich nicht von mir stammt. Ich habe mal eine Geschichte gelesen, da war eine junge Frau gezwungen, zuhause ebenfalls an einer Schiene entlangzulaufen. Allerdings war diese Schiene, wenn ich mich richtig erinnere, in ihrem Fall im Fußboden verankert. Eine kurze Kette verband diese mit ihrem Halsband, sodass sie sich nur noch in demutsvoller Haltung, das heißt mit nach vorne geneigtem Oberkörper, fortbewegen konnte. Soweit wollte ich bei dir nicht gehen.“
„Da bin ich aber froh. Ich fürchte, gezwungen zu sein, ständig gebückt herumzulaufen, das wäre jetzt doch nichts für mich. So sehr ich es liebe, mich nur eingeschränkt bewegen zu können.
„Das würde auch gar nicht funktionieren, da du hier als Latexsklavin häufig auf Krücken oder deinem Spezialgefährt unterwegs sein wirst“, meinte mein Zukünftiger schmunzelnd. „Bevor wir gleich mit der Führung beginnen, solltest dich zunächst mit dem W-LAN hier verbinden. Dann bekommt dein System automatisch die neue Konfiguration aufgespielt. Hier gibt es unter anderem keine so strengen Regeln, was Schlafengehen und Aufstehen angeht. Deine täglichen Ladezeiten habe ich ebenfalls um jeweils eine Stunde nach hinten geschoben.“
Nachdem ich die von Sebi genannten Zugangsdaten eingegeben hatte, meinte er: „Gut, jetzt kann’s losgehen. Auf der linken Seite befinden sich die Garderobe und eine Toilette, geradeaus geht es ins Wohn- und Esszimmer, rechts ist die Küche“, erklärte Sebastian mir. „Weil ich mal eben einen Schluck Wasser brauche, fangen wir am besten dort an.“
Er lief an mir vorbei durch die rechte Tür.
Mir fiel auf, dass bei jeder Tür der Bereich zwischen Decke und Unterkante des Türrahmens in der Mitte einen Schlitz aufwies, durch den das Drahtseil, weiches mich mit dem Schlitten über mir verband, hindurchgleiten konnte. An beiden Seiten dieses Schlitzes war ein Streifen weißer Bürsten angebracht worden. Ich würde beim Betreten eines Raumes also darauf achten müssen, dass ich einigermaßen mittig durch die jeweilige Tür ging.
Ich folgte meinem Herrn und sah eine offene Küche mit jeder Menge Schränken auf der rechten und einer Theke auf der linken Seite. Dahinter erblickte ich einen rechteckigen Tisch mit sechs Stühlen. Im hinteren Bereich der Küche gab es einen Vorratsraum. Dessen Tür stand offen.
Sebi holte ein Glas aus einem der Hängeschränke und füllte es am Wasserhahn. Er trank es in einem Zug leer. „Okay. Jetzt können wir weiter. Ich würde vorschlagen, wir gehen als Nächstes hoch ins Obergeschoss. Dort darfst du dich dann von der Fesselplatte befreien, wenn du das möchtest.“
„Oh ja, Herr. Die würde ich tatsächlich gerne loswerden. Du weißt doch, ich teile deine Begeisterung für das Ding nicht.“
An der Treppe angelangt drehte ich mich zu Sebastian um. „Nimmst du mir bitte eine Krücke ab? Dann tue ich mir beim Treppensteigen leichter.“
„Klar, mein Schatz, gerne. Oder aber du gehst in die Garderobe. Dort findest du auf der rechten Seite ein Aufzug.“
„Es gibt hier einen Aufzug?“, fragte ich überrascht. „Wow!“
Mein Verlobter schmunzelte. „Sobald wir deinen Sklavinnenroller abgeholt haben, wirst du hier vermutlich öfter damit unterwegs sein. Und nachdem du mit dem Roller keine Treppen steigen kannst, habe ich den Fahrstuhl einbauen lassen. Außerdem bietet dein Anzug ja noch viele weitere Möglichkeiten, dich so zu fesseln, sodass du den garantiert öfter benutzen musst.“
„Sehr aufmerksam“, meinte ich anerkennend. „Aber jetzt gerade würde ich doch lieber die Treppe nehmen. Nachdem ich inzwischen recht gut mit den Krücken zurechtkomme, bin ich so vermutlich auch nicht wesentlich langsamer als mit dem Fahrstuhl.“
„Wie du willst“, antwortete Sebastian und nahm mir eine Unterarmstütze ab.
Mit einer Hand am Treppengeländer und dem verbliebenen Krückstock in der anderen erklomm ich Stufe für Stufe das Obergeschoss. Mein Verlobter und der Schlitten an der Decke folgten mir. Letzterer summte dabei leise. Am oberen Ende der Treppe wartete ich, bis Sebi mir meine zweite Gehhilfe reichte.
„Das Schlafzimmer findest du da vorne. Rechts geht es ins Bad. Hier links kommt man in einen Flur, der zu den beiden Arbeitszimmern führt. Gegenüber davon ist noch ein weiterer Raum, aber der ist, abgesehen von deinem Alkoven, aktuell noch größtenteils leer“, klärte er mich auf. „Es wäre möglich, den zu einem Spielzimmer auszubauen. Wenn du magst, können wir da zuerst reingehen. Dort finden wir sicher einen Platz für das hier.“ Er deutete auf das Gerät unter seinem Arm.
Ich nickte. „Gern.“
Was ich nach dem Betreten des Raumes als Erstes erblickte, war mein neuer Alkoven. Die sah im Grunde genauso aus wie der in meiner Zelle bei Sibylle und Rainer, außer, dass dieser hier weiß war und nicht grau. In der Zimmerdecke darüber waren zwei kleine Strahler eingebaut. Daneben gab es ausreichend Platz für sämtliche Möbel, die noch in meinem alten Zimmer standen. Ein Regal, in dem ich meine ganzen Fesseln und bei Nichtbenutzung die Karbonröhren an meinen Gliedmaßen verstauen konnte, war bereits vorhanden. Zudem eine große Holzkiste.
Die Batterieanzeige in meinem Helmdisplay sagte mir, dass es demnächst an der Zeit wäre, meine Akkus aufzuladen. „Liebster, wenn wir schon einmal hier sind, würde ich mich gerne kurz in meine Sklavinnenstation stellen. Natürlich nur, sofern es dir nichts ausmacht, eine halbe Stunde lang auf mich zu warten.“
„Klar, kein Problem! Mach das. Ich suche derweil nach einem geeigneten Platz für die Ablage deiner Stiefelplatte. Du solltest nur nicht zu viel Wasser tanken. Ich möchte nachher noch mit dir anstoßen.“
„Liebster, geht das, dass wir diesen Raum zu meiner neuen Zelle machen?“, erkundigte ich mich, während ich mich rückwärts auf die Ladestation zubewegte.
Sebastian zuckte mit den Schultern. „Na klar geht das. Ich war mir nur nicht sicher, ob wir hier noch eine Zelle für dich brauchen. Eigentlich dachte ich, dass du nach deiner einjährigen Haftstrafe vorerst genug davon hast, in einem Zimmer eingesperrt zu sein.“
„Komischerweise habe ich mich im Laufe der Zeit daran gewöhnt. Außerdem möchtest du vielleicht ein zusätzliches Druckmittel haben. Falls ich mal nicht brav bin, könntest du damit drohen, mich für eine Weile hier drin einzubuchten.“
„An sich ist das eine hervorragende Idee“, kommentierte Sebi. „Ich muss dem Schlitten an der Decke nur das Kommando dazu geben, dann bringt er dich in diesen Raum und lässt dich nicht mehr raus. Folglich wärst du hier drin gefangen und ich müsste nicht einmal die Tür abschließen. Wobei ich befürchte, dass das nicht wirklich den gewünschten Effekt hat. Ich mag mich irren, aber glaube, das würde dir sogar gefallen.“
„Du hast mich erwischt. Das klingt wirklich verlockend. Ich überleg mir mal was, womit ich dich ärgern kann“, entgegnete ich spitz.
Ein schmerzhafter Blitz entlud sich in meinem Intimbereich. Ich quiekte.
Mein Herr blickte mich ernst an. „Betrachte das als Warnung, Sklavin. Du hast jetzt bereits den zweiten bissigen Kommentar von dir gegeben. Wenn du weiterhin so aufmüpfig bist, dann werden wir demnächst gemeinsam herausfinden, welche Intensität und Wiederholrate von Elektroschocks nötig ist, um dir das auszutreiben. Oder soll ich stattdessen lieber jetzt gleich deine Sprachausgabe deaktivieren?“
Mir lief es eiskalt den Rücken runter. Nicht aus Angst vor einer Betrafung, sondern weil ich diesen strengen Ton von Sebastian schlicht nicht gewohnt war. Aber er gefiel mir. „Das ist nicht nötig, Herr. Es tut mir leid. Ich bin einfach glücklich, jetzt mit dir zusammen hier zu sein. Ich verspreche, mich in Zukunft zu beherrschen“, erwiderte ich eingeschüchtert.
Während ich in meiner Ladebucht stand, suchte mein Verlobter nach einer passenden Stelle für die Ablage meiner Fesselplatte. Aufgrund dessen, dass mein Anzug mich daran hindert, den Kopf zur Seite zu drehen und mein Blick somit stets starr nach vorne gerichtet ist, verschwand mein Liebster zwischendurch kurzzeitig aus meinem Blickfeld.
Dann meinte er, den perfekten Platz gefunden zu haben. „So, das Netzteil ist in der Steckdose. Das war’s oder?“
„Ja, danke. Ich kann die Stelle zwar gerade nicht sehen, aber es wäre echt super lieb von dir, wenn du darüber demnächst eine Griffstange und nebendran eine Halterung für meine Krücken montierst.“
„Selbstverständlich. Oder ich besorge das notwendige Material und du machst das selber, so wie du es brauchst. Bis dahin helfe ich dir gerne beim An- und Ablegen der Platte.“, erwiderte mein Zukünftiger, während er sich mir gegenüber an die Wand lehnte.
Die Halteklammern des Alkovens gaben mich wieder frei und ich steuerte die Ablage des Fesselbretts an.
Sebastian kam zu mir geeilt. „Hier, nimm meine Hand.“
Mit seiner Hilfe gelang es mir, mich von der Stiefelplatte zu befreien. „Danke, mein Liebster. Was würdest du davon halten, mir die Karbonschienen jetzt auch abzunehmen? Dann könnten wir später noch zusammen kuscheln. Du willst doch meine Arme und Beine heute nicht mehr fixieren, oder?“
Das Lächeln im Gesicht meines zukünftigen Ehemannes wurde immer breiter, wuchs zu einem fiesen Grinsen. „Oh, das ist eigentlich eine hervorragende Idee. Damit ich dir alles zeigen kann, brauchst du sicherlich deine Beine, Aber die Arme? Wenn du mir einen Grund nennen kannst, weshalb ich deine Ellbogen jetzt nicht im rechten Winkel arretieren sollte, dann lass mal hören.“
Wieder einmal dachte ich mir: „Carmen, wann lernst du endlich mal, den Mund zu halten?“ Da mir auf die Schnelle kein vernünftiges Argument dagegen einfallen wollte, hob ich notgedrungen meine Unterarme an. „Hier bitte, mein Herr. Du kannst sie sehr gerne fixieren, wenn du das möchtest.“
„Danke, so ist’s brav“, lobte Sebi mich. „Außerdem solltest du eigentlich auch mit versteiften Knien noch in der Lage sein, zu laufen.“ Noch bevor ich irgendwie darauf reagieren konnte, blockierte er die Scharniere an meinen Ellbogen und Kniegelenken, indem er nacheinander ein paar Tasten auf seiner Sklavinnensteuerung drückte. „Weil du gerade so toll mitgemacht hast, werde ich dir die Röhren nach unserem Rundgang abnehmen.“
„Das wäre nett. Danke.“. Obwohl ich mich ein Bisschen darüber ärgerte, dass ich mich nun deutlich schlechter bewegen konnte, als das mit der Fesselplatte der Fall wäre, fragte ich: „Möchtest du vielleicht meine Bewegungsfreiheit jetzt gleich noch weiter reduzieren, oder wollen wir vorher mit der Besichtigung fortfahren? Was ich bis jetzt gesehen habe, gefällt mir auf jeden Fall schon einmal sehr gut.“
Sebastian lachte. „Nein, ich glaube, weitere Einschränkungen sind momentan nicht nötig, es sei denn, du wünschst dir unbedingt mehr.“
„Vielen Dank, aber ich fühle mich gerade ganz prächtig so.“
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Das wars für heute. Wie es weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Abschnitt...
Eure Carmen
[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von DarkO am 14.01.26 um 12:58 geändert
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| andreas |
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Stamm-Gast
 

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RE: Carmen und Sebastian
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Datum:11.01.26 07:06 IP: gespeichert
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Wieder eine sehr schöne Fortsetzung und ich freue mich zu Erfahren, wie es mit den beiden weiter geht. Es scheint eine andere, allerdings ebenfalls sehr interessant Zeit für die beiden zu werden.
VG Andreas
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Freak
 
 more Bondage
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RE: Carmen und Sebastian
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Datum:11.01.26 21:45 IP: gespeichert
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Hallo DarkO,
Das scheint eine Geschichte nach meinem Geschmack zu werden. Den ersten Teil muss ich überlesen haben.
Gruß vom Fesselbärchen. Mein absolutes Faible ist Bondage und weibliche Kleidung
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Story-Writer
    Nürnberg

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RE: Carmen und Sebastian
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Datum:11.01.26 22:38 IP: gespeichert
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Vielen Dank für die lobenden Worte!
@Fesselbaerchen: Es freut mich, dass dir diese Geschichte gefällt. Sofern du es inzwischen noch nicht getan hast, würde ich dir wärmstens ans Herz legen, den ersten Teil Latexsklavin Carmen zu lesen. Denn darin wird Carmens doch recht aufwendig konstruierter Anzug und dessen zahlreiche Funktionen ausführlich beschrieben und erklärt.
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Freak
 
 more Bondage
Beiträge: 131
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RE: Carmen und Sebastian
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Datum:12.01.26 08:30 IP: gespeichert
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Guten Morgen DarkO,
Latexsklvin Carmen war eine der ersten Geschichten hier im Forum, die ich gelesen habe. Ich meinte auch eher das erste Kapitel dieser Story.
Trotzdem Danke Mein absolutes Faible ist Bondage und weibliche Kleidung
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Sklavenhalter
   Norddeutschland
 Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.
Beiträge: 849
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RE: Carmen und Sebastian
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Datum:12.01.26 19:58 IP: gespeichert
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Tolle Fortsetzung - Danke!
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Story-Writer
    Nürnberg

Beiträge: 218
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RE: Carmen und Sebastian
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Datum:18.01.26 21:34 IP: gespeichert
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Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen!
Mein neues Zuhause – Fortsetzung
Daraufhin gingen wir ins Schlafzimmer. Sebastian betätigte den Lichtschalter. Auf der linken Seite des Raumes stand ein großes Doppelbett, das mit schwarzer Bettwäsche bezogen war, zwei Nachttische daneben. Die komplette rechte Wand wurde von einem Kleiderschrank mit Schiebetüren aus Metall und schwarzem Glas eingenommen. An der gegenüberliegenden Wand sah ich ein doppelflügeliges Fenster und darunter ein Ledersofa. Neben dem Fenster war eine Tür, die offensichtlich auf den Balkon hinausführte.
„Die linke Seite des Bettes ist meine, dasselbe gilt für den Schrank. Bei deiner Matratze ist einen Keil rausgeschnitten, damit du auch mit deinem Tornister auf dem Rücken gut darauf liegen kannst. Für den Fall, dass du diese Montur einmal nicht trägst, kannst du den Keil auch wieder einsetzen.“
„Du scheinst wirklich am alles zu denken“, meinte ich anerkennend.
Mein Verlobter lachte. „Ich gebe mir zumindest Mühe.“
„Können wir bitte mal da auf den Balkon rausgehen?“, fragte ich. „Der Ausblick interessiert mich unheimlich.“
„Nur zu.“ Sebastian machte eine auffordernde Geste.
Ich blickte nach oben an die Decke. „Und der Schlitten? Du hast mir doch vorhin erklärt, dass ich das Haus ohne deine Zustimmung nicht verlassen kann. Gibt es da draußen etwa auch eine Schiene?“
„Aber selbstverständlich“, erwiderte mein Zukünftiger schmunzelnd. „Auf den Balkon gehen darfst du normalerweise jederzeit. Wie du siehst, verläuft die Laufleiste hier im Raum an der Decke rüber bis zur Balkontür und von der Kante aus am Türrahmen entlang nach unten, bis auf Hüfthöhe. Sobald du den Türgriff berührst, fährt der Schlitten zu seiner Endposition, wo du ihn aus seiner Führung nehmen kannst. Anschließend hast du fünfzehn Sekunden Zeit, um durch die Tür zu gehen und den Schlitten auf der anderen Seite einzusetzen. Sobald du wieder reinkommst, läuft es genauso. Ich kann aber auch einstellen, ob und wie lange es dir gestattet ist, rauszugehen.“
Wie angekündigt sauste der Schlitten an das Ende seiner Führungsschiene, sowie ich meine Hand um den Griff an der Balkontür gelegt hatte. Ich nahm ihn heraus und ließ ihn los, sodass er daraufhin an dem Drahtseil, das oben an meinem Helm befestigt war, herumbaumelte. Obwohl der Schlitten die Fähigkeit besaß, meine Bewegungsfreiheit zu begrenzen, war ich mir sicher, dass ich mich schnell an dieses Gerät gewöhnen würde.
Mit den blockierten Ellenbogen war es nur minimal schwieriger, die Balkontür zu öffnen, schließlich hatte ich mittlerweile mehr als genug Übung darin, alle möglichen Aufgaben trotz meiner mehr oder weniger stark reduzierten Beweglichkeit irgendwie zu bewerkstelligen. Ich stakste nach draußen, setzte die Laufkatze dort in die Schiene ein und blickte mich um. Der Schlitten flitzte derweil nach oben an die Decke und wartete dort.
Auf dem Balkon standen zwei Blumenkübel und eine kleine Sitzgruppe. Der Ausblick war wirklich beeindruckend. Wohin ich mit meinem Kameraauge auch schaute, überall um das Haus herum waren – abgesehen von einer dichten Reihe Bäume ringsum – ausschließlich Wiesen und Felder zu sehen. Und der Garten hatte es ebenfalls in sich. Direkt vor dem Haus sah ich nämlich einen Swimming-Pool. Dahinter führte ein gepflasterter Weg einen kleinen Hang hinauf, wo sich eine riesige Rasenfläche erstreckte.
Als sich mein Verlobter neben mich gestellt hatte, meinte ich: „Liebster, die Aussicht ist fantastisch. Aber am meisten gefällt mir, dass unser Haus einen Pool hat!“
Sebi lachte. „Ich weiß, dass du gerne im Eichensee schwimmen gehst. Weil das aber nicht so einfach möglich ist, wenn du deine Sklavinnenuniform trägst, habe ich nach Häusern mit Pool gesucht. Es hätte auch ein schönes Haus in der Stadt gegeben, das hatte ein Schwimmbad im Keller, aber bei dem hier hat mich die Lage einfach überzeugt.“
„Kann ich nachvollziehen. Aber sag mal, wo sind wir hier eigentlich?“
„Wir befinden uns gerade am östlichen Rand des Ortsteils Tiefenbach. Als ich vor ein paar Monaten über diesen alten Bauernhof gestolpert bin, musste ich einfach zuschlagen. Es war halt einiges, oder eigentlich alles zu renovieren. Das, zusammen mit der Größe des Grundstücks, hat wohl etliche andere Interessenten abgeschreckt. Aber ich dachte, für uns beide wäre dies hier perfekt. Natürlich hätte ich es vorgezogen, dir das Objekt schon vor dem Kauf einmal zu zeigen, aber zu dem Zeitpunkt musstest du ja leider deine Strafe abbrummen.“
Ich nickte verstehend. „ja, das war wirklich doof. Dich werde ich bestimmt niemals anlügen.“
„Davon gehe ich auch aus.“ Um seine Aussage zu unterstreichen, kniff er mir in den Po. „Worüber ich vor der Unterzeichnung des Kaufvertrags eigentlich mir dir sprechen wollte, war Folgendes: Bevor wir reingegangen sind, ist dir doch sicherlich die alte Scheune rechts neben dem Haus aufgefallen. Ich hatte mir überlegt, dass wir die zu einem kleinen Pferdestall umbauen. Dann könnten wir – und mit ‚wir‘ meine ich ‚vor allem du‘ – hier eine professionelle Ausbildung für zweibeinige Ponys anbieten. Was denkst du?“
Begeistern fiel ich meinem Verlobten um den Hals. „Das ist eine geile Idee. Da hätte ich wahnsinnig Lust drauf. Ich weiß auch schon, wer unsere erste Kundin sein wird: Conny!“
„Gut. Somit ist das auch geklärt. Komm, wir gehen wieder rein und ich zeig dir noch schnell den Rest.“
„Ja, Herr“, erwiderte ich schelmisch.
Sebastian blickte mich grinsend an. „Irgendwie schaffst du es sogar, aufmüpfig zu sein, ohne dabei tatsächlich aufmüpfig zu sein.“
„Ja, Herr.“
Sebis Gesichtsausdruck wurde schlagartig ernst. Zumindest versuchte er das. Ich sah, wie er sich dazu überwinden musste.
„Schon gut“, sagte ich schnell. „Ich hör auf. Eigentlich wollte ich was fragen. Nämlich: Was passiert eigentlich, wenn ich es mal aus irgendeinem Grund nicht schaffe, die Laufkatze wieder rechtzeitig einzusetzen?“
Jetzt grinste er wieder. „Möchtest du es ausprobieren?“
„Muss nicht sein“, entgegnete ich eingeschüchtert.
Sebastians Grinsen wurde noch breiter. „Doch!“, sagte er bestimmt. „Siehst du? Ich kann das auch.“
„Ja, Herr.“
Obwohl ich diese Antwort gar nicht provozierend gemeint hatte, war das dann anscheinend doch zu viel. Wortlos packte mein Verlobter meine Hand und legte sie an den Türgriff. Dies bewirkte, dass der Schlitten an seine Endposition auf dem Balkon surrte. Sebi nahm ihn aus der Schiene, huschte damit ins Haus und schloss die Tür. Dann stellte er sich breitbeinig hin, verschränkte die Arme, zuckte mit den Schultern und grinste mich an.
Ich stand draußen, in gebückter Haltung, während das Drahtseil, das sie mit meinem Helm verband, in der Tür eingeklemmt und die Laufkatze drinnen war. Natürlich hatte mein Herr diese nicht in die Schiene eingesetzt.
Es dauerte nicht lange, da erfuhr ich, was nach dem Ablauf der Fünfzehn-Sekunden-Frist passierte: Mein Anzug verpasste mir elektrische Nadelstiche. Anfangs nur ganz leichte, doch es folgte immer stärkere, die recht schnell unangenehm wurden. Schließlich fing ich an, vor Schmerz zu quieken und mit den Armen zu fuchteln. Leider fühlte sich mein Herr dadurch nicht dazu aufgefordert, mir die Tür aufzumachen oder den Schlitten in die Schiene zu setzen. Er blieb einfach nur regungslos stehen. Ich hingegen zappelte noch stärker und quiekte und grunzte immer lauter. Das tat so weh!
Dann endlich bewegte er sich, nahm das silberne Kästchen mit dem Drahtseil daran in die Hand, steckte es an den vorgesehenen Platz und öffnete mir die Tür. „So, Latexsklavin. Du solltest jetzt zwei Dinge gelernt haben.“
„Ja Herr. Wenn ich zu lange brauche, werde ich bestraft. Je länger, umso stärker. Das war die erste Lektion. Danke dafür. Die zweite war, dass ich dich nicht ständig herausfordern sollte, schließlich bin ich die Sklavin und du mein Herr. Auch dafür vielen Dank.“ Nach einer Pause fügte ich hinzu: „Also sowohl danke für die zweite Lektion als auch danke dafür, dass ich deine Latexsklavin sein darf.“
Sebastian nahm mich in den Arm. „Ich bin froh, dass du bei mir bist. Ich habe gerade bemerkt, dass ich deine leicht widerspenstige Art hin du wieder ganz lustig finde. Von mir aus kannst du auch damit weitermachen. Solange du es nicht übertreibst. Mir gefällt es nämlich auch, dich hin und wieder leiden zu sehen.“ Er schlug mir einmal auf den Hintern.
Wir setzten unseren Rundgang fort. Sebi erzählte mir, dass sich im Dachgeschoss noch ein weiteres Zimmer befand, welches aktuell noch leer stand. Dort wäre es zum Beispiel möglich, einen Fitness- oder Wellness-Raum zu schaffen.
Daraufhin erwiderte ich, dass wir das auch irgendwann später gemeinsam ansehen konnten, wenn wir uns Gedanken darüber machten, wie wir den Raum ausstatten wollten.
Also fuhren wir mit dem Lift zurück ins Erdgeschoss, um dort den Rundgang fortzusetzen. Hier gab es die Garderobe mit angrenzender Gästetoilette, einen geräumigen Wohn- und Essbereich mit einem schönen Kamin, sowie die Küche, die ich ja bereits gesehen hatte.
Im Keller schlussendlich war nichts Besonderes zu entdecken. Trotzdem war es für mich wichtig, zumindest alles einmal gesehen zu haben: Heizungsraum, Vorratskeller, Waschküche mit kleinem Bad und ein Gästezimmer. Natürlich verliefen auch hier überall die Führungsschienen an der Decke.
Damit hatte er mir alles gezeigt und wir begaben uns ins Wohnzimmer, wo er erfreulicherweise die Sperren an meinen Ellbogen und Knien aufhob. „Du kannst dich schon einmal da auf die Couch setzen, dann entriegele ich deine Karbonröhren“, meinte er zu mir. „Ablegen kannst du sie ja dann selber. In der Zwischenzeit hole ich den Champagner.“
„Prost! Auf uns!“ sagte mein Verlobter wenig später und stieß mit seinem Glas gegen meinen Helm.
Der Champagner schmeckte wirklich lecker. Sebastian aß dazu ein paar Häppchen, die er bereits am Nachmittag vorbereitet hatte. Als er mich danach fragte, ließ ich mir gerne ein weiteres Glas in meinen Nahrungstank einschenken. Für den Fall, dass ich hungrig wäre, könnte ich mich jederzeit aus dem Alkoven bedienen, meinte er abschließend zu mir.
Ich winkte ab. „Vielen Dank. Aber für mich ist das alles hier gerade viel zu aufregend, da bekomme ich keinen Bissen herunter. Was ich allerdings gerne hätte, das wären ein paar Streicheleinheiten.“ Während ich das aussprach, schwang ich meine Beine bereits auf das Sofa und legte meinen Helm auf Sebis Schoß ab. „Ich hoffe, so ist das okay für dich?“
Lächelnd meinte mein Liebster zu mir. „Aber selbstverständlich! Deshalb habe ich dir ja auch erlaubt, deine Schienen zu entfernen.“ Er begann, mit der Hand zärtlich über sämtliche Regionen meines Körpers zu streichen, die lediglich von einer dünnen Schicht Latex bedeckt waren.
„Wünschst du dir mehr?“, fragte er mich nach einer Weile.
„Was genau meinst du?“, gab ich neugierig zurück.
„Na, zum Beispiel das.“ Er zog er seine Sklavinnenkontrolle aus seiner Hosentasche und betätigte einen oder zwei Knöpfe, woraufhin die beiden Lustspender in meinem Schritt größer wurden und ihre Arbeit aufnahmen.
„Oooh… Jaaa… Das ist sogar noch schöner“, gab ich vor Lust stöhnend zurück. „Aber das reicht bitte. Reizstrom muss es für mich gerade nicht unbedingt auch noch geben.“
Während ich so dalag und die Behandlung genoss, die mein Verlobter mir angedeihen ließ, kam mir plötzlich eine Frage in den Sinn: „Liebster? Wie geht es eigentlich jetzt mit mir weiter? Ich meine: Nachdem ich nun genau genommen keine reine Latexsklavin mehr bin, was mache ich denn dann den ganzen Tag? Soll ich trotzdem ständig nur hier putzen und kochen? Die Sache mit dem Ponyhof ist ja längst noch nicht soweit. Hier nur auf der faulen Haut zu liegen, ist jedenfalls so überhaupt nicht mein Ding.“
Sebi lachte. „Das ist mir klar. Allerdings würde aber ein Knopfdruck genügen, um dich im Hogtie zu fixieren. Dann bliebe dir gar nichts Anderes übrig.“
„Bitte nicht!“, erwiderte ich erschrocken. „So sehr ich es liebte, gefesselt zu sein, auf die Dauer wird das wahrscheinlich trotzdem eher langweilig.
„War nur Spaß“, erklärte mir mein Verlobter und gab mir ein paar beruhigende Klapse auf den Po. „Nein, im Ernst: Da deine ehemaligen Herrschaften mit deinen Kochkünsten äußerst zufrieden waren, erwarte ich von dir, dass du zukünftig für uns beide kochst. Deine Portion müsstest du halt vor dem Verzehr pürieren und gegebenenfalls mit Wasser verdünnen. Des Weiteren verfügst du, was Saubermachen und Gartenarbeit angeht, über deutlich mehr Routine als ich. Daher würden diese Tätigkeiten weiterhin in deinem Zuständigkeitsbereich liegen.
Und als ich vorhin gekommen bin, um dich abzuholen, hat mir deine ehemalige Herrin mitgeteilt, dass du in ihrer Firma nach wie vor eine Anstellung als Administratorin hast. Darüber hinaus hätte sie sich inzwischen längst daran gewöhnt, dass du für sie diverse Sekretärinnentätigkeiten erledigst. Sie würde bezüglich der üblichen Kündigungsregelung zwar bei dir eine Ausnahme machen, solltest du dies wünschen, aber eigentlich hofft sie, dass du diese Aufgaben auch weiterhin wahrnehmen wirst. Außerdem würde sie sich wünschen, dass du ihr wenigstens alle zwei Wochen mal für ein paar Stunden bei sich zuhause beim Saubermachen hilfst. Das wäre aber selbstverständlich freiwillig. Was hältst du davon?“
Da musste ich nicht lange überlegen. „Die Arbeit als Admin hat mir bisher schon viel Spaß gemacht. Den Job behalte ich gerne. Ebenso werde ich für Sibylle auch weiterhin den ganzen Schreibkram erledigen. Nur was die Sache mit dem Putzen bei ihr angeht, habe ich so meine Bedenken. Zum einen möchte ich vermeiden, dass du mich in dieser Zeit vermisst. Zum anderen wäre da noch das Problem, dass ich nicht wüsste, wie ich zu ihr kommen soll, wenn ich meine Uniform anhabe. Selber Auto fahren kann ich mit den Stiefeln an meinen Füßen jedenfalls nicht. In ein Taxi oder einen Bus würde ich so ebenfalls nur ungern steigen. Und meine Uniform dafür abzulegen, erscheint mir in dem Zusammenhang leider auch unangebracht.
Sebastian drehte meinen Oberkörper etwas zur Seite, damit ich in sein Gesicht sehen konnte. Er lächelte mich an. „Wie du weißt, gehe ich einmal die Woche abends zum Basketballtraining. Das wäre zum Beispiel ein geeigneter Zeitpunkt. Was die Beförderung zu Sibylle betrifft: dafür hatte sie schon eine Idee. Und zwar könnte ich dich vorher in deiner Transportkiste einsperren. Daraufhin würde dich eine Express-Spedition abholen und zu ihr bringen. Der Rückweg verliefe dann auf dieselbe Weise.“
„Ui!“, meinte ich begeistert. „Von wildfremden muskulösen Männern gepackt und mitgenommen zu werden, das klingt sehr reizvoll. Solange sichergestellt ist, dass die nicht nachgucken können, was sie da in ihr Fahrzeug einladen.“
Währen er beruhigend meine Schulter tätschelte, entgegnete mein zukünftiger Ehemann: „Um das zu vermeiden, verfügt deine Kiste doch über drei durchaus massive Schlösser. Einen Satz Schlüssel besitze ich, ein weiterer liegt bei Sibylle und Rainer.“
„Gut, damit wäre das also geklärt“, stellte ich zufrieden fest. „An welchem Tag ist nochmal dein Training?“
„Das findet immer mittwochs statt.“
„Alles klar“, gab ich zurück. „Also genügt es, wenn ich ihr morgen kurz Bescheid gebe, damit sie den Transport bei der Spedition buchen kann.“
Eine Weile lang lag ich schweigend da und genoss die Zärtlichkeiten, die Oskar und Sebi mir gönnten. Dann meinte ich: „Liebster, unser Haus gefällt mir wirklich sehr. Vor allem, dass ich auch hier wieder eine Zelle habe. Natürlich finde ich auch dieses Schienensystem und den Aufzug klasse. Ich freue mich schon darauf, bald mit meinem Roller überall herumzudüsen. Vorausgesetzt, der Schlitten da oben erlaubt mir das.“
Spitzbübisch grinsend nahm Sebastian einen Schluck Champagner. „Falls nicht, würden dir ein paar Elektroschocks zeigen, dass du nicht weiterdarfst.
„Interessant“, erwiderte ich anerkennend. Ich beschloss, das Thema zu wechseln: „Liebster, als du mich heute Mittag abgeholt hast, sagtest du, dass du mich auch gerne öfters ohne diesen Anzug sehen möchtest. Andererseits hast du einigen Aufwand betrieben, um mich zu kontrollieren, während ich darin stecke. Heißt das, dass ich weiterhin die meiste Zeit als Latexverlobte herumlaufen oder -fahren darf?“
Sebastian nickte. „Das ist richtig, schließlich weiß ich, dass du dich so am wohlsten fühlst. Außerdem kenne ich dich eigentlich auch fast nur mit diesem Anzug und du siehst darin wirklich sehr gut aus. Nur ab und zu möchte ich halt mal mit dir in ein Restaurant gehen, ins Kino oder ins Schwimmbad. Das heißt, alle zwei bis drei Monate wirst du deine Karbon-Latexkluft mal für ein paar Tage ausziehen müssen.“
„Damit werde ich leben können“, entgegnete ich zustimmend. „Und in dieser Zeit soll ich dann so ein Keuschheitsset tragen, wie es Sibylle meistens tut?“
„Stimmt genau.“ Er grinste. „Das soll dich daran hindern, hinter meinem Rücken wieder deine Uniform anzuziehen.“
„Ich muss zugeben, die Gefahr besteht durchaus“, scherzte ich. „Na ja, für unsere Hochzeit werde ich sie aber wohl leider nicht anlassen können. Wie ich dich kenne, hast du dir bestimmt schon einige Gedanken darüber gemacht, wann, wo und wie wir heiraten werden.“
Mein Verlobter nickte. „In der Tat. Allerdings wirst du dafür nicht auf deine schwarze Rüstung verzichten müssen. Ich habe im Internet nämlich etwas Interessantes entdeckt. Und zwar gibt es in einer Stadt nicht weit von hier ein Standesamt, das bereit ist, auf die jeweiligen extravaganten Vorlieben der Heiratswilligen einzugehen. Laut den Informationen und Bildern, die auf der Seite zu sehen waren, finden dort regelmäßig Trauungen in Leder oder Latex statt. Angeblich gab es auch schon eine Eheschließung zwischen einer Meerjungfrau und ihrem männlichen Partner, die im örtlichen Hallenbad unter Wasser vorgenommen wurde. Außerdem bestünde sogar die Möglichkeit, sich anstelle von herkömmlichen Trauringen entsprechende Piercings an allen nur denkbaren Körperstellen einsetzen zu lassen. Zumindest letzteres kommt für uns aber bitte nicht infrage.
Auch wenn du selbstverständlich einzigartig bist, dürftest du dort demnach selbst mit deiner momentanen Montur kaum Aufsehen erregen. Was das Datum angeht, würde ich vorschlagen, dass wir vorher erst ein paar Wochen lang schauen, ob wir überhaupt dauerhaft miteinander auskommen, wenn wir jeden Tag zusammen sind. Ernsthafte Bedenken habe ich diesbezüglich zwar eigentlich nicht, aber es gibt aus meiner Sicht auch keinen Grund, die Sache überstürzt anzugehen. Außerdem müssen wir auch schauen, wie lang bei diesem Standesamt die Wartezeiten sind.“
„Das hört sich auf jeden Fall schon mal sehr vielversprechend an“, Meinte ich anerkennend. „Da freue ich mich schon riesig drauf. Vor allem, dass mein lieber Oskar bei meiner Hochzeit mit dabei sein kann, das finde ich wahnsinnig toll.“
Mittlerweile war es halb elf Uhr abends. Wir hatten es geschafft, im Laufe des Abends zu zweit die ganze Flasche Champagner zu leeren. Dementsprechend war ich dann auch leicht angeheitert. Außerdem wurde ich langsam müde. „Liebster, das war ein ziemlich aufregender Tag für mich. Was hältst du davon, wenn wir demnächst schlafen gehen?“
Sebi gähnte. „Gute Idee. Für mich war es heute auch etwas anstrengend.“ Er zwinkerte schmunzelnd. „Wir sollten dir nur vorher noch die Karbonröhren anlegen. Ich mag es nicht, wenn irgendwo etwas herumliegt. Mit Ausnahme von dir natürlich. Du darfst jederzeit irgendwo herumliegen.“
Ich setzte mich auf und griff nach der ersten Karbonschiene. Diese legte ich mir um meinen rechten Arm, da gehörte sie hin. Mein Verlobter nahm sich derweil eine andere und befestigte diese an meinem linken Bein. Es war immer noch so, dass ich diese Röhren an meinen Gliedmaßen nur widerwillig als Bestandteile meiner Uniform akzeptierte. Dass es nun aber mein Verlobter war, der mich dazu zwang, sie zu tragen, beeinflusste meine Meinung darüber deutlich. Nach wenigen Minuten war meine Kohlefaserrüstung vervollständigt.
„Wenn du nichts dagegen hast, würde ich gerne noch eine Sache ausprobieren“, sagte Sebastian zu mir und spielte kurz auf der Fernbedienung meines Systems herum.
Ich hatte eine Vermutung, was das sein könnte, das ihn interessierte. Somit war ich wenig erstaunt darüber, dass es gleich darauf einen wesentlich höheren Kraftaufwand bedarf, um meine Knie und Ellbogen zu beugen, beziehungsweise zu strecken.
Gemeinsam gingen wir nach oben ins Schlafzimmer. Selbstredend war mein Verlobter deutlich schneller als ich. „Ich geh kurz ins Bad, Zähne putzen. Das musst du ja nicht, also kannst du dich schon hinlegen.
„Ist gut, mein Liebster“, sagte ich und setzte mich aufs Bett. Nachdem Sebi aus dem Badezimmer zurückkam, schloss er das Ladekabel an meinem Tornister an. Dann legten wir und beide hin.
Im Bett kroch Sebi zu mir und wir kuschelten noch eine Weile. Dann verzog er sich auf seine Betthälfte. „Gute Nacht, mein Schatz.“
„Gute Nacht, mein zukünftiger Ehemann.“
Ich versuchte, eine für mich geeignete Position zum Schlafen zu finden, aber es gelang mir partout nicht, eine Stellung zu finden, die ich als bequem empfand. „Ist eigentlich logisch“, dachte ich mir. „Während der letzten viereinhalb Jahre hast du jede Nach mehr oder weniger fixiert zugebracht. Gib‘s zu, du musst streng gefesselt sein, sonst kannst du nicht einschlafen.“
Meine Arme und Beine zu bewegen erforderte zwar einen erhöhten Kraftaufwand, dennoch war es möglich. Zunächst überlegte ich, ob ich meine Stiefelplatte holen sollte, um damit zumindest meine Füße zu fesseln aber das würde vermutlich immer noch nicht ausreichen. Außerdem hinderte mich das Elektrokabel zwischen dem Bett und dem Kasten auf meinem Rücken daran, aufzustehen.
Mein Verlobter schien weniger Probleme mit dem Einschlafen zu haben, wie ich anhand seiner regelmäßigen Atemzüge erkannte. Es half nichts, ich musste ihn wecken. Also tastete ich nach seinem kleinen Mann und massierte diesen solange sanft, bis ich ein Stöhnen hörte.
„Liebster?“, fragte ich vorsichtig.
„Hmmm?“
„Liebster, ich kann nicht einschlafen“, jammerte ich.
„Das ist schade. Und was kann ich deiner Meinung nach dagegen tun?“ fragte Sebi schläfrig.
„Es wäre super lieb von dir, wenn du die Scharniere an meinen Ellbogen und Knien feststellst.“
Mit einem Schlag war er wieder hellwach und schaltete seine Nachttischlampe an. „Kein Problem. Leg dich auf den Rücken, Arme und Beine ausgestreckt.“
Während ich seine Anweisung befolgte, holte Sebastian zwei Ketten mit Karabinerhaken an den Enden aus seiner Schublade. „Irgendwie habe ich ja mit sowas schon gerechnet.“
Offensichtlich waren am Kopf- und Fußende des Bettes unterhalb der Matratze Ringe am Bettgestell angebracht, wo mein Zukünftiger nun die Ketten befestigte. Die eine verband er mit der Öse an meinem Helm, die andere machte er an dem Drahtseil zwischen meinen Stiefel fest. Er betätigte einige Knöpfe auf seiner Sklavinnenkontrolle, anschließend deckte er mich zu und löschte das Licht. „Gute Nacht.“
Eigentlich hätte ich noch gerne eine Erwiderung in meine Sprachausgabe eingetippt, doch plötzlich wurden die Bildschirme vor meinen Augen schwarz. Hören konnte ich dann auch nichts mehr. Ich prüfte, inwiefern ich mich noch bewegen konnte und kam zu dem Ergebnis, dass ich komplett fixiert war. Ich gab ein zufriedenes „Hmmpf“ von mir. Es dauerte nicht lange und ich schlief ein.
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Das wars für heute. Wie es weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Abschnitt...
Eure Carmen
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